Schweißbaugruppen

CATIA bietet im wesentlichen zwei Methoden an, mit denen Schweißbaugruppen mit ihrer weiteren Bearbeitung modelliert werden können. Ab dem Release R18 gibt es für die zweite Methode noch zwei Varianten, da in diesen Releases neue Funktionen hinzu gekommen sind.

Welche Methoden sind das?

Die einfachste Methode, die mechanische Bearbeitung von Schweißbaugruppen nachzubilden besteht darin, alle mechanischen Bearbeitungen im Assembly Design mit dem Assembly Features durchzuführen. Diese Bearbeitung unterhalb des Baugruppenknotens im Baum abgelegt.

Bohren einer Schweißbaugruppe

Die Verwendung von Taschen und Bohrungen im Aßembly Design hat zwei Nachteile:

  1. Die Operation schlägt auf das Part durch, so daß das ursprüngliche Part nicht in anderen Schweißbaugruppen verwendet werden kann.
  2. Da die Einzelteile durch die Operation im Assemby verändert werden, besteht die Gefahr, daß diese Bearbeitungen bereits in der Fertigung der Einzelteile durchgeführt werden.

Die zweite Methode besteht darin,  alle einzelnen Bauteilkörper in ein zusätzliches Part zu kopieren (Result with Link), dort mit Add oder Assemble zu einem Körper zusammen zu fügen und diesen mit den notwendigen Bohrungen und Taschen zu versehen. Dabei wird mit einer zweistufigen Produktstruktur gearbeitet. Anstelle des Products wird das Part mit dem Ergebnis weiterverwendet. Diese Methode wurde von Jens Zimmermann auf cad.de beschrieben.

Bei dieser Methode werde zwischen der Schweißbaugruppe und dem Ergebnispart Kontextlinks aufgebaut, durch die Änderungen an den Einzelteile sich auch auf das Ergebnispart auswirken. Wird die Baugruppe versioniert, so müssen die Kontextlinks umgehängt werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Einzelteile, die bereits vorhanden sind, können wieder verwendet werden und es besteht nicht die Gefahr, daß Bohrungen und Taschen versehentlich in das Einzelteil eingearbeitet werden.

SchweißbaugruppeCopyPasteMethode

Das Release R18 bescherte uns eine neue Funktion im Assembly Design: Associative Part. Mit dieser Funktion werden die Körper der Einzelteile sehr schnell in ein neues Part kopiert. Sie legt dieses Part automatisch an.

SchweißbaugruppenAssociatedPart

Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß Bauteile, die der Schweißbaugruppe hinzugefügt werden, bei der Aktualisierung der Baugruppe automatisch dem Ergebnisteil hinzugefügt werden. Lediglich die boolesche Operation fehlt noch.

Mit R19 kam eine weitere Funktion hinzu: Add to Associated Part. Bei ihr werden die Körper in ein bereits vorhandenes Part kopiert. Das ist dann sinnvoll, wenn mit Startmodellen gearbeitet wird. Auch bei Änderungen ist diese Funktion nicht ganz so komfortabel.

Wenn es sich irgendwie machen läßt, sollte die 2. Methode für Schweißbaugruppen bevorzugt werden. Ab R18 die Funktion bietet die Associative Part genügend Vorteile, daß sie verwendet werden sollte.

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