Vorgehensweise bei Gußteilen
Bei der Modellierung des Bauteiles sind ein paar Faustregeln zu beachten, die das Ausrunden erleichtern. Faustregel heißt aber auch, daß von diesen Regeln abgewichen werden kann, wenn es notwendig ist.
Gerade bei der Modellierung von Gußteilen ist es sehr sinnvoll, mit einzelnen Körpern zu arbeiten und sie mit Booleschen Operationen wie Assemble, Add und Remove zu einem Gesamtkörper zusammen zu fügen. Dadurch werden Änderungen einfacher.
Die Reihenfolge Pad, Draft, Fillet/Chamfer hat sich für die Modellierung bewährt, auch wenn vereinzelt zu hören ist, daß Drafts und Fillets am Schluß eingebracht werden sollten. Durch diese Reihenfolge laufen Radien besser die ausgewählten Kanten.
Radien sollten dann verrundet werden, wenn sie entstehen. dadurch wird das Bauteil Übersichtlicher strukturiert und damit leichter geändert. Bei Radien gilt auch: erst die großen, dann die kleinen. Generell sollten für die Radien besser die Flächen ausgew ählt werden, die sie umranden. Dadurch wird sie stabiler gegen Änderungen und auch zusätzliche Kanten, die bei einer Änderung entstehen könnten, werden beim Update mit berücksichtigt.