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Ausmodellieren oder grob darstellen?

Immer wieder finden sich in Baugruppen Schrauben bei denen der Konstrukteur gezeigt hat, war er kann: Bei ihnen sind die Gewindegänge ausmodelliert. Natürlich ist auch die Aufnahme für das Schraubwerkzeug detalliert ausmodelliert.

Im Maschinenbau werden Antriebsketten, Zahnriemen, Zahnräder oder Energieketten verwendet, um darzustellen wie Bewegungen übertragen werden oder wie die Kabel für elektrische Energie gelagert werden. Führungen werden mit Bürsten abgedeckt.

Was paßiert, wenn alle Bauteile detalliert ausmodelliert werden?

Auch wenn die Modellierung der Gewindegänge bei Schrauben nur einmal modelliert werden und diese später aus Katalogen oder einem PDM-System verwendet werden, kostet die Modellierung doch Zeit und erhöht den Speicherbedarf des Bauteiles. Werden viele Schrauben verwendet, so steigt der Speicherbedarf der Baugruppe doch stark an. Das gleiche gilt auch für Zahnräder oder -ketten.

Bei Ketten oder Energieketten ist die Situation etwas anders. Hier liegen häufig einzelne Glieder vor, die zusammengefügt werden, wenn die Baugruppe aufgebaut wird. Abgesehen von dem Speicherbedarf, der für die Unterbaugruppe Kette benötigt wird, steigt der Zeitbedarf für den Aufbau der Kette mit jedem Glied an.

Es gab auch schon die Idee, ein Seil auszumodellieren, was sehr aufwändig wird, wenn man sich ein Seil mal genauer anschaut.

Welchen Sinn hat es, solche Bauteile zu detallieren?

Diese Bauteile werden nur deshalb ausmodelliert, um sie darzustellen. Für die Konstruktion hat diese Modellierung keinen Wert, da diese Bauteile fertig gekauft werden und allenfalls auf Länge gebracht werden, wie bei Ketten oder Seilen. Die Ausmodellierung kostet also nur Zeit - und damit Geld. Unnötige Zeit, unnötiges Geld.

Wie kan man besser vorgehen?

Bei Schrauben ist es völlig ausreichend, die grobe Außenform der Schraube darzustellen. Selbst der Antrieb, also Kreuzschlitz, Torx oder einfacher Schlitz ist nicht notwendig. ähnlich sieht es bei Zahnrädern oder -riemen aus. Hier reicht ein ein einzelner Zahn oder auch 2-3, damit erkannt werden kann, worum es sich handelt. Der Rest des Bauteiles ist dann nur eine Scheibe oder ein einfacher Körper, der den Verlauf des Riemens darstellt. Mehr nicht. Der Vorteil? Die Modellierung geht schneller, es ist mehr Zeit für wichtigere Punkte der Konstruktion vorhanden.

Auch bei Ketten, die gliedweise zusammengebaut werden, kann die Zeit, die für die Kette benötigt wird, sinnvoller genutzt werden. Hier ist ein einzelnes Part, in dem der Verlauf der Kette durch einen einfachen Körper dargestellt wird, sinnvoller. Soll dargestellt werden, wie die Kette aufgebaut ist, können 2-3 Kettenglieder als einzelne Körper in das Part kopiert werden. Das ist völlig ausreichend.

Bei Bürsten reicht es aus, alle Borsten gemeinsam als Block darzustellen.

Und Seile???

Da reicht nun wirklich ein einfacher Körper. Ein Aufbau aus einzelnen Fasern ist wirklich nicht sinnvoll. Und wer weiß schon, wie das Seil hinterher wirklich eingebaut ist...

Letzzlich spart die abgespeckte Darstellungsweise kostbare Zeit - und damit Geld - und sichert dem Konstrukteur damit den Arbeitsplatz...

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