Die Healing-Funktion im Generative Shape Design
Healing scheint sich anzubieten, um kleine Löcher in Flächenverbänden zu schließen. Doch was passiert, wenn diese Lücken geschloßen werden? Daßault Systemes liefert in der Online-Dokumentation ein Beispiel, an dem gezeigt werden kann, wie sich diese Funktion verhält.

Wir leiten die Boundaries der beiden Flächen ab, die sich gegenüber liegen. Dabei aktivieren wir die Option Create Datum (Bezugselement erzeugen), damit die Kurven, die wir ableiten wollen, sich nicht verändern. Das ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber sicher ist sicher.
Die beiden Flächenkanten, die sich gegenüberliegen, sind 0,1mm entfernt. Diesen Wert stellen wir als Abstand für Zusammenfügung und als Objektiven Abstand ein. Für die Stetigkeit stellen wir erst einmal Punktstetigkeit ein.
Nach dem wir den Dialog mit OK bestätigt haben, sehen wir das Ergebnis. CATIA erzeugt einen Flächenverband, bei dem die Lücke einfach geschlossen wurde.
Schlechter ist das Ergebnis, wenn mit Tangentenstetigkeit gearbeitet wird. Dann erzeugt CATIA eine Verbindungsfläche, die - stellenweise - tangential zu einer der beiden Flächen liegt und trimmt die ursprüngliche Fläche.
Fazit: Wenn kleine Lücken zwischen einfachen Flächen gesschloßen werden sollen, reicht die Healing-Funktion aus. Wenn bessere Qualität benötigt wird, müssen die Flächen verlängert und dann sauber getrimmt werden.
Bei einem früheren Test verzog CATIA beide Flächen so, daß sich die Krümmung der Fläche geändert hat. In solchen Fällen ist die Funktion nicht brauchbar.